PRESSE-INFORMATION

Zum 25-jährigen Jubiläum der „Deutschen Museumsstraße“ (1989-2014) des Verbandes der deutschen Museen für Auto, Motor und Technik e.V.

25 Jahre „Deutsche Museumsstraße“ – 250 mal Oldtimerfaszination pur!

25 Jahre „Deutsche Museumsstraße“ mit 250 Zielen: die Nation und ihre Oldtimersammlungen

Bei allen Oldtimer-Freunden ist sie längst ein fester Begriff als eine der touristischen Routen, die in der Nation bestimmte Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden: die „Deutsche Museumsstraße“. Statt eines Anhängsels wie „Märchen“- oder „Fachwerk“-Straße rückt bei ihr allein das Wort „Straße“ in den Mittelpunkt: Es ist die gedankliche Aneinanderreihung aller deutschen Fahrzeug-Museen, angefangen von unser aller liebstem „Kind“, dem Auto, bis hin zu allem, was sich sonst noch auf der Straße motorisch bewegen lässt.

Als 1989 die erste, noch bescheidene Fahrzeug-Route unter dem Namen „Straße der 1000 Oldtimer“ von und mit 12 privat geführten Museen gegründet wurde, dachte keiner der damaligen Betreiber, dass Deutschland einmal auf solch eine breite Museumslandschaft blicken würde. Der Verband der deutschen Museen für Auto, Motor und Technik e.V., anfangs nur mit der Publizierung seiner Mitgliedshäuser befasst, öffnete sich schon bald für alle ihm bekannt gewordenen Museen dieser Kategorien rund um straßenbezogene Fahrzeuge. Das Ziel: Ein Komplettverzeichnis dieser Museen anzulegen und es jedermann zur Verfügung zu stellen. Ganz Deutschland sollte die Fülle seiner mobilen Schätze in Museen und Sammlungen entdecken und damit am besten gleich in der eigenen Nachbarschaft beginnen.

Das Resultat erstaunte: Mal ehrlich, hätten Sie gewusst, dass es bei uns 250 Auto- und Motorrad-Museen gibt? Falls nicht, so sind Sie nicht allein – das hat selbst Fachleute der Oldtimerszene überrascht. Mit dieser Zahl nimmt Deutschland die führende Position ein, legt man als Kriterien eine museale Einrichtung und feste, verlässliche Öffnungszeiten zu Grunde.

Goldene Karte zur Orientierung
Den Mittelpunkt stellt dabei eine Spezialkarte der BRD dar, ganz oldtimergerecht in Messingfarbe angelegt. Sie unterteilt die Nation in Regionen und Areale; so entsteht eine gedankliche Route, die den Weg von einem Areal zum nächsten weist, vom hohen Norden bis zu den Alpen. In diesen Museen finden Besucher alles, was sich motorisiert auf Straßen bewegen ließ, also Automobile jeglicher Art, Motorräder, Mopeds, Fahrräder mit Hilfsmotor, dazu Sonderfahrzeuge wie Polizei- und Feuerwehrwagen und mobile Dampf- und Elektrofahrzeuge. Die Vielfalt setzt sich fort bei den gezeigten Marken – aktuellen wie auch
längst vergessenen.

Blühen Automuseen im Verborgenen?
Fast könnte man es meinen. Denn gemessen an populäreren kulturellen Einrichtungen stehen die privat geführten Auto- und Technikmuseen eher selten im Rampenlicht. Ein Blick auf die Museums-Karte zeigt auch einen der Gründe: Die Sammlungen liegen oft fernab größerer Städte, in eher unbekannten Orten – meist dem Firmen- oder Wohnsitz des Sammlers; man würde sie ohne ein Verzeichnis gar nicht finden. Das gibt es nun in mehreren Varianten: den Schautafeln auf dem Messestand, den dort und in Museen verteilten Broschüren, dem Internet mit Direktzugriff auf alle Regionen und schließlich dem Museumsführer „Oldtimermuseen in Deutschland“, dem offiziellen Museumsführer des Verbandes. 2
Das Auto – auch als Oldtimer von großer Bedeutung
Woher kommt die Aussage „Das Auto – der Deutschen liebstes Kind“? Zunächst die bekannten Tatsachen. Dass es hierzulande von den Herren Daimler und Benz nicht nur erfunden, sondern auch auf der Straße zum Fahren gebracht wurde, ist inzwischen unumstritten – es hat in Deutschland seinen Ursprung. Dass in den Folgejahren deutsche Technik immer wieder Spitzenleistungen erbrachte, zeigt unseren Erfindergeist, den Drang zum Tüfteln und den Hang zur Perfektion. Dies beweisen nicht nur die über 500 Automarken (!), die in Deutschland entstanden sind – es lässt sich auch problemlos bis in die Jetztzeit fortsetzen: Deutsche Automarken genießen Weltruf, die Frankfurter IAA gilt als größte Automobilmesse und in der Formel 1, der DTM oder etwa bei den 24 Stunden von Le Mans tauchen deutsche Fahrer, Autos oder Motoren an den vordersten Plätzen auf.

Forscht man weiter, stößt man auf die starke Abhängigkeit der Deutschen vom Automobil. Noch immer hat jeder 7. Arbeitsplatz direkt oder indirekt etwas mit dieser Branche zu tun. Aber auch die nicht damit Befassten sind dem Auto von Herzen zugetan – in kaum einem anderen Land dürften Fahrzeuge mehr gehegt und gepflegt werden als bei uns. Die Oldie-Szene hält mit: Eine Reihe bekannter Messen führt die Interessenten immer wieder zusammen, und rund 1.200 Clubs kümmern sich liebevoll um die historischen Stücke. So bietet zum Beispiel jedes Saisonwochenende x Möglichkeiten zu Treffen oder Ausfahrten.

Deutschland auch bei Automuseen Spitze !
Die stolze Zahl von über 250 dieser musealen Sammlungen dürfte in Europa unübertroffen sein – die Konzentration im Südwesten zeigt zudem, wo „mei heilix Blechle“ sein Zentrum hat. Damit vollzieht die Museumsszene nach, welche Bedeutung den zwei- und vierrädrigen Mobilen in unserem Land zukommt. Wo sonst lässt sich an weit über 20.000 Exponaten diese Entwicklungsgeschichte nachvollziehen? „Der Blick zurück schärft die Sicht nach vorn!“

Kooperation mit einem einzigartigen Archiv
Natürlich sind die 500 ehemaligen deutschen Automarken für die „Museumsstraße“ in den Mittelpunkt des Interesses gerückt – schließlich finden sich viele dieser Marken in den Museen wieder. Die Suche nach einem umfassenden Archiv zum „Ausgraben“ dieser Markengeschichten erwies sich aber als erstaunlich kurz: Die inzwischen zum engen Kooperationspartner gewordene GTÜ Gesellschaft für technische Überwachung bot ihr in etlichen Jahrzehnten gewachsenes Archiv, eines der weltgrößten, für diese Recherchen an.
Unter dem Begriff „GTÜ-Oldtimer-Service“ wird im Internet eine Fülle an Informationen, u.a. auch zur gesamten bekannten Literatur einer Marke geboten, aus der sich auch Museen und Oldie-Freunde bedienen können. Auf den großen Messen sieht man deshalb den Verband und die GTÜ Seite an Seite auf einem gemeinsamen Stand vereint – stets geschmückt mit einem ausgefallenen Oldie, startbereit für die Tour durch die „Deutsche Museumsstraße“.

Weitere Informationen über die „Deutsche Museumsstraße“ finden Sie im Internet unter www.deutsche-museumsstrasse.de

Hinweis für die Medien: Auf dieser Homepage befindet sich eine Fotoauswahl aus unseren Mitgliedsmuseen sowie die „Goldene Karte“ und das Verbandslogo in einer eigenen Rubrik „Bildauswahl 25 Jahre Museumsstraße“.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Hans-Holger Frenzel, Vorstand, Tel. 06021-44 24 673, info@deutsche-museumsstrasse.de