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Deutsche Museumsstrasse

Die ganze Vielfalt unserer Fahrzeuggeschichte – individuell präsentiert mit direkten Links zu unseren Mitglieds-Museen

Wenn Ihr Herz beim Anblick eines Oldtimers höher schlägt, Sie sich an der Technik der guten alten Zeit begeistern können und auch noch Spaß daran haben, diese Schönheiten an verschiedenen Orten aufzustöbern – hier ist Ihr Weg durchs „Oldie-Paradies“.

Die „Deutsche Museumsstraße“ ist eine Initiative des Verbandes der deutschen Museen für Auto, Motor und Technik e.V., dem 50 Museen in ganz Deutschland angehören. Sie weist den Weg von einem Oldtimermuseum zum anderen, vom hohen Norden bis zu den Alpen und quer durch alle Bundesländer. Egal, ob Sie sich den Spaß machen, in einer bestimmten Region auf Entdeckungsreise zu gehen, oder ob Sie bei einer Urlaubs- oder Geschäftsfahrt mal da, mal dort vorbeischauen, immer werden Sie aufs Neue überrascht durch ein faszinierendes Aufgebot interessanter, manchmal sogar einzigartiger Fahrzeuge.

Lassen Sie sich optisch verwöhnen, vom Tempo-Dreirad bis zum Rolls Royce, vom Fahrrad mit Hilfsmotor bis zur Rennmaschine. Jedes Museum wird Ihren Appetit auf das nächste wecken. Sollten Sie die Entdeckungsreise ganz gezielt unternehmen, dann empfehlen wir Ihnen den offiziellen Verbandsführer „Oldtimermuseen in Deutschland“. Über diesen Internetbeitrag hier bieten wir Ihnen zunächst die Möglichkeit des Telefonkontakts zu allen uns bekannten Museen dieser Kategorie an, eine Übersichtskarte von Deutschland zeigt Ihnen mit einem einfachen Suchschema deren Standort. Danach stellen wir Ihnen die Mitgliedsmuseen unseres Verbandes jeweils in einem Kurzporträt vor. Deutschland entdeckt seine Automuseen!

250 mal Auto-, Motorrad- und Mobiltechnik-Faszination – die größte Zahl öffentlich gezeigter Sammlungen dieser Kategorie auf der Welt

Mal ehrlich, hätten Sie gewusst, wie viele Museen es in Deutschland zu Autos und Motorrädern gibt? Und hätten Sie auf über 250 getippt? Falls nicht, so sind Sie nicht allein – das hat selbst Fachleute der Oldtimerszene überrascht. Ein Komplettverzeichnis aller Auto- und Motorrad-museen der BRD anzulegen und es jedermann zur Verfügung zu stellen – das war die Idee unseres seit über 30 Jahren bestehenden Verbandes. Ganz Deutschland sollte einmal die Fülle seiner mobilen Schätze in Museen und Sammlungen entdecken und damit am besten gleich in der eigenen Nachbarschaft beginnen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Übersichtskarte. Sie unterteilt die Nation in 8 Regionen und diese wiederum in einzelne Areale; als Orientierungshilfe dienen in jedem von ihnen bekannte Städte, in deren Umgebung man mehrere Museen findet. Es entsteht eine gedankliche Route, die den Weg von einem Areal zum nächsten weist.

In diesen Museen finden Besucher alles, was sich mittels mechanischem Antrieb auf Straßen bewegen ließ, also Automobile jeglicher Art, Motorräder, Mopeds, Fahrräder mit Hilfsmotor, dazu Sonderfahrzeuge wie Polizei- und Feuerwehrwagen sowie mobile Dampf- und Elektrofahrzeuge uvm.
Die Vielfalt setzt sich fort bei den gezeigten Marken – aktuellen wie auch längst vergessenen. Natürlich warten einige der Museen zusätzlich noch mit anderen Verkehrsmitteln wie Eisenbahnen oder Flugzeugen auf, sie zeigen stationäre Maschinen oder Accessoires – wie es sich eben aus dem selbstgestellten Ziel der Sammler bzw. Museumsvereine ergab.

Das Auto – für viele von uns von großer Bedeutung

Woher kommt die Aussage „Das Auto – der Deutschen liebstes Kind“? Darauf gibt es eine ganze Reihe von Antworten. Zunächst die bekannten Tatsachen. Dass es hierzulande von den Herren Daimler und Benz nicht nur erfunden, sondern auch auf der Straße zum Fahren gebracht wurde, ist inzwischen unumstritten – es hat in Deutschland seinen Ursprung. Dass in den Folgejahren deutsche Technik immer wieder Spitzenleistungen erbrachte, zeigt unseren Erfindergeist, den Drang zum Tüfteln und den Hang zur Perfektion. Dies lässt sich problemlos bis in die Jetztzeit fortsetzen: Deutsche Automarken geniessen Weltruf, die IAA gilt als größte Automobilmesse und in der Formel 1 oder etwa bei den 24 Stunden von Le Mans tauchen deutsche Fahrer, Autos oder Motoren an den vordersten Plätzen auf. Forscht man weiter, stößt man auf die starke Abhängigkeit der Deutschen vom Automobil. Jeder 7. Arbeitsplatz hat direkt oder indirekt etwas mit dieser Branche zu tun. Aber auch die nicht damit Befassten sind dem Auto von Herzen zugetan – in kaum einem anderen Land dürften Fahrzeuge mehr gehegt und gepflegt werden als bei uns. Egal, ob dies von der Freude am Fahren oder vom Vorsprung durch Technik herrührt, hier werden die vielfältigen Bezüge zum Automobil erkennbar. Von der stark gewachsenen Zuneigung zum Motorsport ganz zu schweigen, der große Teile der Nation bei jedem Grand Prix in seinen Bann zieht. Die Oldie-Szene hält mit: Über 1.000 Clubs kümmern sich liebevoll um die historischen Stücke, jedes Saisonwochenende bietet x Möglichkeiten zu Treffen oder Ausfahrten.

Deutschland auch bei Automuseen Spitze!

Die stolze Zahl von 250 dieser musealen Sammlungen ist unübertroffen. Die Konzentration im Südwesten zeigt zudem, wo „mei heilix Blechle“ sein Zentrum hat. Damit vollzieht die Museumsszene nach, welche Bedeutung den zwei- und vierrädrigen Mobilen in unserem Land zukommt. Wo sonst läßt sich an rund 25.000 Exponaten die über 130 Jahre andauernde Entwicklungsgeschichte nachvollziehen? Anders gefragt: Der technische Fortschritt – Motor der motorisierten Fortbewegung – wo lässt er sich aufspüren, studieren, vergleichen und – darum tut man das Ganze ja auch – Umsetzen in künftige Entwicklungen? Denn das kann durchaus Zweck einer solchen Entdeckungstour durch die Vielzahl an Designs und Erfindungen sein: daraus zu lernen. „Der Blick zurück schärft die Sinne für die Zukunft“, wie der Chefentwickler eines Autokonzerns, selbst Oldtimerfreund, einmal bemerkte. Oder eben: „Es geht nicht darum, die Asche zu bewahren, sondern das Feuer weiterzutragen!“ Dazu gibt es nun über 250 Kulturstätten!

Den vielen Museen stellt sich die Aufgabe der neutralen kulturhistorischen Gesamtbetrachtung – aus vielen Blickwinkeln. Oft erkennt man schon beim Betreten, was der oder die Betreiber ihren Besuchern vermitteln wollen: an der gewählten Präsentation. Hier liebevoll dekoriert und garniert mit Accessoires, dort „Technik pur“. Auch die Stätten differieren: Stallungen von Schlössern, restaurierte Scheunen, ehemalige Fabriken oder moderne Hallen. Darin liegt der große Reiz: immer gibt es andere Schwerpunktthemen, wurden andere Darstellungen inszeniert, kein Museum ist wie das andere. Hinzu kommen oft noch weitere Sehenswürdigkeiten am Standort oder eine reizvolle Umgebung, die die Hinfahrt mehrfach lohnenswert werden lassen.

Als schnelles Nachschlagewerk durch die gesamte Museumsszene merken: www.deutsche-museumsstrasse.de